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Vermeidung einer Zwangsversteigerung

Lassen Sie es nicht zu einer Zwangsversteigerung kommen!

Die Gründe, die zu einer drohenden Zwangsversteigerung führen, sind vielfältig. Eine plötzliche gravierende Veränderung der Lebenssituation – hervorgerufen beispielsweise durch Jobverlust, Krankheit, Scheidung oder gar den Tod des Hauptverdieners – und Immobilien(mit)eigentümer finden sich in einer akuten finanziellen Notlage wieder.

In der Regel ist es sinnvoller, die Zügel rechtzeitig selbst in die Hand zu nehmen, da durch einen selbstständig initiierten Verkauf häufig ein höherer Erlös erzielt werden kann. Und es gibt durchaus Möglichkeiten, eine Zwangsversteigerung noch abzuwenden.

Natürlich möchte grundsätzlich niemand sein Eigenheim verlieren. Daher sollte – wenn möglich – zunächst überlegt und überprüft werden, ob sich Maßnahmen finden, die eigene Zahlungsfähigkeit doch weiterhin zu gewährleisten.

Oft sind tatsächlich nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Kosten zu reduzieren. Fast immer gibt es noch verschiedene Wege, die Lebenshaltungskosten zu senken. Ob es die Überprüfung und eventuelle Kündigung von bestimmten Versicherungen ist, Kündigung verschiedener Streamingdienste, Verringerung der Energiekosten, Einschränkungen bei Neuanschaffungen oder ob es gegebenenfalls die Senkung der Mobilitätskosten (bspw. durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Bilden einer Fahrgemeinschaft) ist – fast immer ist noch Einsparpotenzial vorhanden.

In manchen Fällen sollte auch überprüft werden, ob eine teilweise Vermietung in Frage kommt. Allein schon ein Zimmer an einen Studenten oder Berufspendler zu vermieten, kann für zusätzliche Einnahmen sorgen und außerdem die eigenen Nebenkosten senken.

 

Ganz besonders wichtig ist es außerdem, rechtzeitig Gespräche mit der kreditgebenden Bank aufzunehmen und möglichst mit offenen Karten zu spielen. Bei den Verhandlungen mit der Bank gibt es verschiedene Optionen, die in Betracht kommen.

Eine vorübergehende Stundung der Raten ist nur dann eine mögliche Option, wenn der finanzielle Engpass eindeutig zeitlich begrenzt ist. So wäre die benötigte kurzfristige finanzielle Entlastung gegeben. Allerdings ist diese Möglichkeit mit Vorsicht zu genießen, da durch die Stundung die Schuldenlast im Hintergrund natürlich kontinuierlich weiter steigt.

Eine weitere Variante, um den Verlust der Immobilie zu verhindern, wenn der finanzielle Engpass nur temporär ist, ist es, die Tilgung ganz auszusetzen oder auch zu verringern. Auch für die Banken ist eine Zwangsversteigerung häufig ein schlechtes Geschäft, daher ist es durchaus nicht unrealistisch, dass sie sich auf die vorübergehende Aussetzung der Tilgung einlassen. So kann der finanzielle Engpass überwunden werden, die Restschuld bleibt allerdings gleich.

Wurde ein Darlehen bereits vor einigen Jahren aufgenommen, kann es natürlich sein, dass in absehbarer Zeit die Zinsbindung endet. In diesem Fall kommt unter Umständen eine Umschuldung in Frage. Da die Zinsen mittlerweile deutlich niedriger sind als vor ein paar Jahren, fallen Anschlusskredite entsprechend günstiger aus. Auch hier gilt, dass die Banken in der Regel gerne auch in eigenem Interesse die Zwangsversteigerung vermeiden wollen. Selbst wenn die eigene Position zunächst keine vorteilhafte ist, sollte daher immer zunächst versucht werden, mit der Bank zu sprechen und im besten Fall eine Anpassung der Konditionen zu erreichen.

Sind tatsächlich alle Optionen ausgeschöpft und es ist absehbar, dass die Immobilie finanziell nicht mehr zu halten sein wird, sollte, wenn irgendwie möglich, dennoch der freihändige Verkauf einer Zwangsversteigerung vorgezogen werden.

Eine Zwangsversteigerung ist aus verschiedenen Gründen zu vermeiden. Zunächst der augenscheinlichste Nachteil: eine Zwangsversteigerung geht nie unbemerkt über die Bühne. Auch wenn es nichts Ehrenrühriges ist, hat eine Zwangsversteigerung natürlich immer den Beigeschmack von Insolvenz. Dies kann unter Umständen, vor allem wenn man auch anderweitig aktiv im Geschäftsleben steht, natürlich unangenehm auffallen.

Zudem fallen auch bei einer Zwangsversteigerung Kosten an, so dass gar nicht unbedingt gewährleistet ist, dass der ehemalige Eigentümer anschließend schuldenfrei ist.

Ist eine finanzielle Notlage absehbar, sollten Eigentümer unbedingt zügig handeln. Kommt die veränderte Situation mehr oder weniger überraschend, gibt es immer noch verschiedene Maßnahmen, die ergriffen werden können, um eine Zwangsversteigerung abzuwenden.